Einfach und am besten nicht allein: Familie & Gemeinschaft

 

Von Innen nach Außen

simple livingJede Veränderung ist dann am erfolgversprechendsten, wenn sie bei demjenigen beginnt, der die Veränderung anstrebt, also gewöhnlich bei einem selbst. Sind aber die ersten Schritte auf dem Simple Living Weg gegangen, kann man die Kreise weiter ziehen. Die eigene Familie sollte als erstes von den positiven Veränderungen profitieren. Innerhalb der Familien ergeben sich mitunter viele weitere Ansätze, das Leben zu vereinfachen. Es gibt wohl kaum etwas Bereichernderes und Motivierenderes als ein Familienleben, das unkompliziert und freundlich ist, in dem miteinander geredet und gemeinsam Ziele verwirklicht werden. Genauso verhält es sich natürlich im persönlichen Freundeskreis, Gemeinden, Vereinen, Parteien usw.

Der Schritt hin zum gesellschaftlichen Engagement ist dann oft die weitere Folge. In Politik und Wirtschaft kann man nur immer wieder staunen, wie erfreut oder sogar begeistert Mitmenschen reagieren, wenn man sich gemeinsam darum bemüht, einfache Lösungen zu finden. Natürlich gibt es nicht für jedes Problem eine einfache Lösung aber den Blickwinkel darauf zu richten, kann in unserer komplexen Welt Wunder bewirken. Man stelle sich nur einmal vor, die in Kapitel "Geld" vorgestellen Prinzipien zur Vereinfachung der Finanzen würden auf breiter politischer Ebene praktiziert... vielleicht ausgehend von einem "Ministerium für Vereinfachung", man darf ja mal spinnen... Aufgabe dieses Ministeriums wäre natürlich auch die konsequente Überprüfung von Gesetzen und Verordnungen hin auf Praktikabilität und unnötige Komplexität.

simple livingKann man als Einzelkämpfer die grundlegenden Entscheidungen noch selbst treffen, so ist die Familie der erste Prüfstein, wenn es um Gemeinschaft geht. Nachfolgend ein kleines Beispiel zum Thema Kindererziehung & Konsum. Eine Familie ist vielfältigsten Einflüssen von Außen ausgesetzt. Konsum ist unvermeidlich, die Auseinandersetzungen darüber auch, selbst dort, wo die Ressourcen scheinbar im Überfluß vorhanden sind. Werden Kinder nich von Anfang an mit einbezogen, wird es mit zunehmenden Alter, respektive steigendem Einfluß der "Peergroups", also Freunden, Schulkameraden, Medien, immer schwieriger, Verständnis für eigenständiges Denken und werteorientiertes Handeln zu erreichen. Die Konsumgewohnheiten beginnen, spätestens im Kindergarten von außen antrainiert zu werden. Viele Eltern stellen zu spät fest, dass eine großartige Chance zu einem gemeinsamen Weg des Simple Living vertan worden ist. Andererseits ist es nie zu spät und jetzt anzufangen ist immer leichter als später, nächstes Jahr oder "irgendwann". Zu dem Thema Kindererziehung ist unendlich viel gesagt und geschrieben worden. Wir versuchen, es mit dem Sprichwort zu halten:

Solange die Kinder noch klein sind, gib ihnen tiefe Wurzeln. Wenn sie älter geworden sind, gib ihnen Flügel.

Konkret werden wir an einem Thema, das Eltern immer wieder begegnet:

"Man muß dieses oder jenes kaufen, sonst wird das arme Kind zum Außenseiter"

simple livingErsatzweise für kaufen kann natürlich auch mitmachen, fernsehen, hingehen usw. stehen. Eltern geraten so immer mehr in die Konsumfalle, denn wenn man sich darauf einlässt, signalisiert man seinen Kindern eindringlich, dass es gut ist "das Spiel" mitzumachen. Das es gut ist, zu tun, was alle tun. Und das es schlecht ist, wenn man nicht dazugehört. Einem Dreijährigem lässt sich natürlich nicht ohne weiteres vermitteln, dass es dumm ist, immer nur das zu tun, was andere für richtig halten. Es soll auch nicht ein permanentes Mangelgefühl im Kinde entstehen. Aber an der Frage "Neues Fahrrad - gebrauchtes Fahrrad" lässt sich schon recht gut der Unterschied zwischen Primär- und Sekundärnutzen erklären. Es ist, wie immer im Bereich Kinder, Fingerspitzengefühl gefragt. Mit ein wenig Übung entwickelt man einen sicheren Instinkt, was man seinem Kind zumuten kann und was nicht. Ideal ist es, wenn sich der scheinbare Mangel zu einem echten Vorteil entwickeln lässt.

simple kivingUm Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Geld/Sparen beizubringen, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • das Taschengeld deutlich erhöhen (100%)
  • die Hälfte dann grundsätzlich in die Spardose (und auch von jedem Geld, das "ausserhalb der Reihe" hereinkommt)

Je nach Persönlichkeit des Kindes lässt sich das Erstellen eines "Kontos" mit Stift und Papier zum Ritual entwickeln. Dominante Kinder mögen es, wenn das Geld in der Spardose Möglichkeiten bietet, eigene Vorstellungen zu verwirklichen und initiative Kinder finden es toll, anderen von ihren guten Erfahrungen mit dem Sparen zu erzählen. Kinder und Eltern sind nach einigen Monaten überrascht, welche Summen so angespart werden und auch Oma und Opa sind gerne mit dabei, wenn dem Kind ein vernünftiger Umgang mit Geld beigebracht wird. Genauso wichtig wie das Sparen ist natürlich auch, dass die andere Hälfte des Geldes guten Gewissens ausgegeben wird. Denn Sparen ohne Spaß ist nicht das, was den Kindern vermittelt werden soll (oder kann), sondern verantwortungsvoller Genuß. Wichtig ist, dass zweckfrei gespart wird. Wenn das Geld nach einem Jahr ausgegeben wird, hat man nur einen kleinen Teil des sinnvollen Sparens vermittelt. Auch das Argument Sicherheit ("Sparen für schlechte Zeiten") ist für Kinder nicht unbedingt nachvollziehbar. Was Kinder nachvollziehen können, ist, dass man mit Geld auch viel Gutes tun kann und das man freier ist, wenn man keine Schulden hat. Mit einer dicken Spardose lässt sich auch so manches leichter ertragen, was für Kinder genauso wie für Erwachsene gilt. Die Angewohnheit, einen Teil des hereinkommenden Geldes bereits in jüngstem Alter wegzulegen und zu sparen ist für viele Menschen Grundstein eines materiell sorgenfreien Lebens geworden und festes Prinzip im Simple Living Konzept. Entscheidend für die Entwicklung der Kinder ist immer das Vor-Leben der Eltern (nicht das Vorleben ;-)). Kinder merken, wenn der Segen daheim schief hängt, weil z.B. "er" alles Geld in sein Hobby gesteckt hat und deswegen der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. Oder das Haus abbezahlt werden muss und nichts mehr für Kleidung übrigbleibt. Und ist es nicht so, dass Kinder instinktiv spüren, ob Mama und Papa für sich die Sinnfrage geklärt haben oder den Sinn ihres Daseins im Konsum gefunden haben?

Eine große Hilfe für ein besseres Miteinander, bzw. bei der werte-, oder gabenorientierten Erziehung von Kindern ist das DISG-Persönlichkeitsmodell. Nachfolgend einige Literaturempfehlungen. Seminare dazu finden Sie hier

simplifySimplify Your Life - mit Kindern einfacher und glücklicher leben

von 3 x Küstenmacher € 9,90

Aus dem Amazon-Text: "Einfach und glücklich in allen Lebenslagen. Kinder bereichern das Leben - aber sie machen es auch ganz schön kompliziert! Doch mit dem richtigen Simplify-Tipp lassen sich viele Probleme lösen: vom morgendlichen Anzieh-Terror über das (un)aufgeräumte Kinderzimmer bis hin zum Einschlafen! Der Weltbestseller Simplify your life hat bereits über einer Million Menschen geholfen, ihr Leben wirklich zu vereinfachen: Weltweit haben Leser ihre Umgebung entrümpelt, ihr Verhältnis zum Geld entzaubert, sich von übertriebenem Perfektionismus verabschiedet oder das Thema Fitness entkrampft. In dieser neuen Buchreihe geben Marion und Werner Tiki Küstenmacher nun Spezialtipps für die alltäglichen Lebensbereiche, die besonders viele Stressfallen bergen." Unser Tip: Entsorgen Sie doch mal ganz simplify alle überflüssigen Ratgeber!

 

einfachBesser einfach - einfach besser

von Bianka Bleier, Birgit Schilling € 12,90

Leipziger Volkszeitung: In ihrem praxisnahen Ratgeber haben die beiden berufstätigen Mütter von je drei Kindern ihre Lebenserfahrung in leicht konsumierbaren Lektionen zusammengefasst... Dank der lockeren Schreibe lassen sich die 144 Seiten des Haushalts-Survival-Buchs schnell und mit Genuss konsumieren. Das Buch überzeugt - gerade weil es keine starre Gebrauchsanweisung ist Münchner Merkur: Wer wissen will, wie man mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Putzarbeit erledigt, jeden Tag ein anderes Essen auf den Tisch bringt, aber nur einmal in der Woche kocht, und in zwei Stunden die Wäsche der Familie erledigt, für den ist dieses Buch unentbehrlich... Die beiden Autorinnen zeigen mit durchdachten und erprobten Tipps und Tricks, worauf es beim Überleben im Haushaltsdschungel ankommt

 

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Manchmal kommt einfach alles zusammen: Die Bratpfanne verkohlt, Rotwein auf der Seidenbluse, Schnecken im Kopfsalat und Silberfische im Bad - da verlieren auch Haushaltsprofis gelegentlich die Nerven. Wer auch in solchen Krisenfällen auf teure und ungesunde Chemie verzichten will, liegt mit dem großen Aldidente-Haushaltsratgeber genau richtig. Betty Laube präsentiert Tipps und Tricks aus Großmutters Zeiten, die noch heute funktionieren - Verblüffendes und Nützliches zu Haushaltsreinigung und Gartenpflege, aber auch Leckeres und Schmackhaftes aus ihrer Back-, Gewürz- und Kräuterküche sowie Ratschläge zum Grillen und zur Gesundheit. Und weil alles, was der moderne Haushalt braucht, auch bei unserem Kultdiscounter erhältlich ist, bleiben die Tipps und Tricks natürlich aldidente günstig. Das Rettungsbuch für Pannen und Katastrophen in Haus und Garten.

 

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