Arbeiten, um zu leben oder leben, um zu arbeiten

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Haben Sie sich mal Gedanken darüber gemacht, was Sie den ganzen Tag tun?

Erfolg wird in unserer Gesellschaft üblicherweise gleichgesetzt mit.

  • harter Arbeit
  • 60-Stunden-Woche
  • Rücksichtslosigkeit gegenüber der eigenen Familie und anderen
  • Vermeidung von Beschäftigung mit "nicht-beruflichen" Themen ("Ich habe keine Zeit für Hobbies")

lebenHinzu kommt, daß zunehmend Menschen weit mehr als das leisten müssen, was früher von einer Person im gleichen Job erwartet wurde. Rationalisierungen haben auf allen Ebenen Opfer gefordert. Für diejenigen, die der Arbeitsmarkt nicht "aussortiert" hat, ist es dagegen ein Problem, die verschiedenen Bereiche des Lebens in Einklang miteinander zu bringen. Es gilt die Formel:

0,5 x 2 x3

was so viel bedeuten soll, wie

halb so viele Menschen (0,5)

verdienen doppelt so viel (2) und müssen

drei mal (3) so viel leisten (Leider ist mir die Quelle zu dieser Formel entfallen, wenn Ihnen der Autor bekannt ist, bitte senden Sie mir einen Hinweis an info@simpleliving.de ).

Für ein zufriedenes Leben sollten z.B. folgende Bereiche ausgewogen sein:

  • Gesundheit
  • Arbeit
  • Geist
  • Beziehungen
  • Hobby

aber:

  • Arbeit und Freizeit
  • Familie und Freunde
  • Gesellschaft und Rückzug
  • Geldverdienen und Geldausgeben
  • Pflicht und Vergnügen
  • Schnelligkeit und Gründlichkeit

müssen keine Widersprüche sein, sondern lassen sich so kombinieren, dass das Leben noch oder wieder Freude macht.

Arbeiten, um zu leben oder leben, um zu arbeiten!?

Entscheidend ist das ausgewogene Gleichgewicht der Lebensbereiche.

Notwendige Veränderungsprozesse: Wohl kaum ein Feld im täglichen Leben bedarf oft so stark der systematischen Vereinfachung, wie das Berufsleben (Simplification). Und in keinem anderen Feld sind die Widerstände größer. Und selbst wenn Sie sich dazu durchgerungen haben, eine konsequente Vereinfachungsstrategie zu fahren wird es wesentlich von den Umständen abhängen, in wie weit sie sich realisieren lässt. Am besten fangen Sie ganz klein und vorsichtig in Ihrem Arbeitsumfeld an. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie Erfolg haben, wenn Sie den kompletten Betrieb im Alleingang vereinfachen möchten. Selbst als Inhaber oder Geschäftsführer funktioniert das normalerweise nicht ohne Weiteres. Gemäß dem Prinzip "von Innen nach Außen" sollte der eigenen Glaubwürdigkeit zuliebe sowieso besser erst vor der eigenen Türe gekehrt werden.

Folgende Grundsätze haben sich praktisch bewährt:

  • Räumen Sie Ihren Schreibtisch auf. Ziel: Kein Papier mehr auf dem Schreibtisch.
  • Führen Sie nur noch ein Terminsystem, z.B. einen Zeitplaner (privat + beruflich)
  • Trennen Sie strikt Termine und Aufgaben
  • Betrachten Sie jede Aufgabe als "Projekt"
  • Schaffen Sie einfache Strukturen, Projekte zu verwalten
  • Ordnen Sie die Strukturen in Ihrem PC: Trennen Sie z.B. Daten grundsätzlich von Programmen, am besten noch auf getrennte Laufwerke
  • Wählen Sie (Computer-)Programme ausschließlich danach aus, ob sie zum Ziel führen
  • Lernen Sie "Nein" zu sagen

Für weitere Vertiefungen empfehlen wir die Teilnahme an einem Lazynomics-Seminar.

Wenn Sie in einem größeren Unternehmen arbeiten, haben Sie einige ungeliebte Verbündete: normierte Qualitätsprogramme lassen sich prima als Basis zur Vereinfachung der aufgezeichneten Prozesse nutzen. Urspünglich waren Qualitätszertifikate wie DIN ISO EN 9000 usw. auch dazu gedacht. Denn wenn Prozesse detailliert betrachtet werden, kann sich deren Vereinfachung geradzu aufdrängen. Die Realität ist jedoch oft eine andere. Alle sind froh, wenn die Zertifizierung endlich abgeschlossen ist und man sich wieder den alltäglichen Dingen zuwenden kann. Unsere Empfehlung: Suchen Sie sich Nischen! Entwickeln Sie sich zum Vereinfachungsexperten! Grundsätzlich bieten sich folgende Ansatzpunkte:

1. Es gibt bestehende Abläufe oder Prozesse, die schon seit Jahren angewendet werden. An diesem Punkt lassen sich oft Ansätze zur Vereinfachung finden, denn der Gewöhnungseffekt lässt einen blind für Veränderungen werden. Warum sollte man auch Dinge ändern, an die man sich gewöhnt hat?

2. Der Weg der 1. Konstruktion. Jeder Bauherr weiß, dass es vor dem eigentlichen Hausbau bereits einen fertigen Plan, eine 1. Konstruktion geben muß, die Grundlage zum Bauen (2. Konstruktion) ist. Gerade in der Planungsphase lassen sich Dinge noch schnell und unbürokratisch vereinfachen. Jede 1. Konstruktion sollte konsequent auf Vereinfachungsmöglichkeiten geprüft werden,

3. Der Plan ist fertig, der Prozess besprochen, der Arbeitsablauf neu organisiert. Gibt es darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten, zu vereinfachen?

Und wenn die anderen nicht wollen? Es gibt Menschen, die einfach nicht zu verstehen scheinen, daß man durch Veränderungen ein einfacheres und besseres Umfeld schafft(!) Bekanntlich lässt sich aber auch niemand zu seinem Glück zwingen. Und Missionare sind am Arbeitsplatz auch nicht sehr beliebt, normalerweise, also Vorsicht! Der Respekt vor dem Nächsten sollte uns da schweigen lassen, wo andere nicht mal hören wollen. Sie müssen für sich die Entscheidung treffen, ob Sie in einem solchen Umfeld arbeiten möchten. Tatsächlich verbringen Sie an Ihrem Arbeitsplatz wahrscheinlich mehr Zeit, als mit Ihrer Familie. Die Frage, ob Sie mit Ihren Werten in die entsprechende Umgebung passen, ist von entscheidender Bedeutung in Hinsicht darauf, ob Sie sich auch wohlfühlen. Das gilt auch in Zeiten von Hartz IV. Sehr weitgehend ist der Vorschlag von Bill Jensen (siehe u.g. Buchempfehlung), wenn er meint: "Bleiben Sie, wenn Ihr Chef und Ihr Unternehmen Ihre Anstrengungen würdigen - wenn nicht, kündigen Sie.” Für die nicht ganz so Mutigen kann man sagen: Sehen Sie es gelassen, Veränderungen brauchen Zeit und Geduld. Die Erfahrung bestätigt aber:

Vorsichtige Anfänge im Kleinen, verbunden mit Beharrlichkeit, bewirken Erstaunliches.

Wenn Sie es nicht ausprobieren, werden Sie letztlich nie wissen, ob Sie Erfolg haben!

Literatur zum Thema:

radikal_vereinfachenRadikal vereinfachen

Bill Jensen € 24,90

Um Jensens Tipps umzusetzen, braucht man vor allem eins: Mut. Denn er ist, wie der Titel schon verrät, radikal. Meetings schwänzen, Mails radikal löschen, Arbeit mit Gegenfragen abblocken - dem durchschnittlich gewissenhaften Mitarbeiter tritt beim bloßen Gedanken an so skrupellose Maßnahmen der kalte Schweiß auf die Stirn. Um zu beurteilen, ob sich das Wagnis lohnt, hat Jensen praktischerweise vor jeden Tipp eine Abbildung dreier Tachos gesetzt: Mut, Schwierigkeitsgrad und Ertrag. Mit etwas Übung meistert man auch die schwierigeren Strategien, bei denen viel Mut gefordert ist, die aber auch besonders lohnend sind. Viele von Jensens Anregungen sind ausgezeichnet. Unter anderem lehrt er, wie man kommunizieren sollte, um die Entscheidung anderer zu beeinflussen, wie man ein höheres Budget heraushandelt oder mit viel weniger PowerPoint-Folien auskommt, in dem man seine Vorträge interaktiver macht. Dieses Buch ist für denjenigen interessant, der seine Berufswelt vereinfachen möchte.

 

siebenDie sieben Wege zur Effektivität

von Stephen R. Covey € 9,95

Dieses Buch kann ein Leben verändern (und hat es bei uns) Ein sehr guter Anfang, um über grundlegende Dinge mit sich selbst klarzuwerden und sich wertemäßig einzunorden. Aus der amazon-Beschreibung: "Die sieben Wege zur Effektivität. Ein Konzept zur Meisterung Ihres beruflichen und privaten Lebens lieferte schon bei seiner Erstveröffentlichung im Jahre 1990 bahnbrechende Erkenntnisse und auch heute noch ist das Buch ein Business-Bestseller mit über 10 Millionen verkauften Exemplaren. ... Mit diesem Buch schenkt uns Stephen Covey keine einfache Gebrauchsanweisung, sondern eine Chance, uns selbst und unsere Wirkung auf andere mit Hilfe seiner Einsichten zu erforschen. Ein wunderbares Buch, das Ihr Leben ändern könnte." Tom Peters, Autor von "Kreatives Chaos" ... Das "Time Magazin" kürte ihn (Covey) zu einem der 25 einflussreichsten Menschen der Welt." Einzig das Thema "Zeitplanung" hinterließ einen etwas theoretischen Eindruck - aber dafür gibt es andere Experten.

 

firstDer Weg zum Wesentlichen

von Stephen R. Covey € 25,50

Dieses Buch begründete eine völlig neue Art des Zeitmanagements und wurde schon bald nach seinem Erscheinen zu einem Klassiker. Es veranschaulicht, wie man die wirklich wichtigen Aufgaben angeht und den Weg zum We- sentlichen einschlägt. Nur wer erkennt und unterscheidet, was tatsächlich wichtig und nicht nur dringend ist, erreicht Zufriedenheit und Lebensqualität. Der Weg zum Wesentlichen begründete eine völlig neue Art des Zeitmanagements. Das Buch veranschaulicht, wie man das wirklich Wichtige vom nur Dringenden unterscheidet und wurde schon bald nach seinem Erscheinen 1994 zu einem Klassiker. Jetzt ist es in der fünften Auflage erschienen.

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